Der Hochzeitsmorgen ist nicht nur die Zeit, in der Haare und Make-up gemacht werden und das Kleid angezogen wird. Er gehört bereits zum Hochzeitstag – mit Vorfreude, kleinen Handgriffen, vertrauten Menschen und manchmal auch ein paar Minuten nur für dich.
Diese Bildserie entstand nicht während einer echten Hochzeit, sondern bei einem von mir organisierten Styled-Shooting im Berghotel Sammüller in Neumarkt. Ich wollte zeigen, wie unterschiedlich ein Hochzeitsmorgen aussehen kann: ruhig und genussvoll, verspielt oder festlich.
Besonders bei einer Hochzeit zu zweit könnt ihr diesen Teil des Tages ganz bewusst gestalten. Ihr könnt gemeinsam frühstücken, Musik hören, einen Brief lesen oder mit einem Glas Sekt anstoßen. Aber auch bei einer größeren Hochzeit hilft eine gute Vorbereitung dabei, den Morgen nicht nur als Weg zur Trauung zu erleben.



1. Legt wichtige Details vorher bereit
Schuhe, Schmuck, Parfum, Einladung, Ringe oder andere persönliche Dinge müssen nicht erst zusammengesucht werden, wenn die Fotografin bereits da ist.
Legt alles, was ihr gerne auf den Bildern wiederfinden möchtet, an einem Ort bereit. So können die Details in Ruhe fotografiert werden, ohne dass während des Stylings ständig jemand nach einer Schachtel, einem Ohrring oder dem Brautstrauß suchen muss.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Brautkleid und Schuhe
- Schmuck und Parfum
- Ringe und Ringetui
- Papeterie oder ein persönlicher Brief
- Brautstrauß und weitere Erinnerungsstücke
Es geht nicht darum, möglichst viele Dinge zu arrangieren. Wählt lieber das aus, was wirklich zu euch und diesem Tag gehört.
2. Bereitet einen ruhigen Bereich im Zimmer vor
Ein Getting-Ready-Zimmer muss nicht aussehen wie aus einem Katalog. Koffer, Taschen, Verpackungen und Wasserflaschen gehören an einem Hochzeitsmorgen ganz selbstverständlich dazu.
Für die Bilder hilft es jedoch, einen kleinen Bereich freizuhalten – am besten in der Nähe eines Fensters. Oft reicht es schon, herumliegende Kleidung und Gepäck an eine andere Stelle zu stellen.
So müsst ihr nicht das ganze Zimmer aufräumen und habt trotzdem einen ruhigen Hintergrund für das Ankleiden, das Styling und die kleinen Momente dazwischen.




3. Wählt Musik, die euch guttut
Musik kann die Stimmung am Hochzeitsmorgen spürbar verändern. Sie kann beruhigen, die Vorfreude steigern oder dafür sorgen, dass plötzlich alle gemeinsam mitsingen.
Stellt euch vorher eine kleine Auswahl zusammen, die wirklich zu euch passt. Das müssen keine typischen Hochzeitslieder sein. Entscheidend ist, dass ihr euch damit wohlfühlt.
Vielleicht möchtet ihr den Morgen ruhig beginnen. Vielleicht braucht ihr genau die Musik, bei der ihr automatisch tanzt. Beides darf sein.
4. Plant Zeit zum Ankommen ein
Wenn Styling, Anziehen und Abfahrt direkt ineinander übergehen, kann schon eine kleine Verzögerung Unruhe auslösen.
Plant deshalb nach Möglichkeit einen Puffer ein. Er gibt euch Zeit, noch etwas zu trinken, einen Brief zu lesen, kurz aus dem Fenster zu schauen oder beim Anziehen nicht jeden Handgriff beschleunigen zu müssen.
Diese Zeit hilft nicht nur den Bildern. Sie sorgt vor allem dafür, dass ihr den Beginn eures Hochzeitstages bewusst erleben könnt.





5. Wählt eure Begleitung bewusst
Mehr Menschen im Zimmer bedeuten nicht automatisch mehr Unterstützung. Überlegt euch, bei wem ihr euch wohlfühlt und wer Ruhe in den Morgen bringt.
Das können eine Freundin, die Trauzeugin, ein Familienmitglied oder auch nur die Stylistin sein. Wichtig ist nicht die Anzahl, sondern das Gefühl, das diese Menschen euch geben.
Gerade beim Getting Ready entstehen viele kleine Situationen: Jemand hilft beim Schließen des Kleides, richtet ein Schmuckstück, reicht ein Glas oder schaut für einen Moment einfach nur stolz zu. Diese Begegnungen werden später ein Teil eurer Hochzeitsgeschichte.




Der Hochzeitstag beginnt nicht erst mit der Trauung
Das Getting Ready muss keine zusätzliche Inszenierung und kein eigener Programmpunkt sein. Es ist die Zeit, in der der Hochzeitstag langsam wirklich beginnt.
Während ihr euch vorbereitet, fotografiere ich nicht nur Kleid, Schuhe und Schmuck. Auch das Lachen zwischendurch, helfende Hände, kurze Pausen und die Menschen, die diesen Morgen mit euch teilen, gehören dazu.
Wenn ihr eure Hochzeit plant und auch den Beginn des Tages in eurer Reportage festhalten möchtet, erzählt mir gerne, wo ihr euch vorbereitet und wer an diesem Morgen bei euch sein wird.
Beteiligte am Styled-Shooting
Organisation und Fotografie: @creafotode
Model: @michelle_schamber
Location: @berghotel_sammueller
Brautkleid: @tuellundspitze_atelier
Haare und Make-up: @nadja.hair_visagist
Blumen: @bluemchentraudich
Ringe: @dieschmuckfabrik
